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Ratgeber

Was koche ich heute? 30 schnelle Abendessen für müde Wochentage

Keine Lust, keine Idee, wenig Zeit? 30 einfache Abendessen, sortiert nach Art, die meisten in 30 Minuten auf dem Tisch.

Von Jonas, Küchenbrett5 Minuten Lesezeit

Es ist kurz nach sechs, der Tag war lang, und die Frage steht wieder im Raum: Was koche ich heute? Die meisten Rezepte im Netz sind für Sonntage gemacht. Für Wochentage braucht man etwas anderes: wenige Zutaten, kaum Abwasch, keine Experimente. Hier sind 30 Abendessen, die genau das können. Die meisten brauchen eine halbe Stunde oder weniger, und viele Zutaten habt ihr wahrscheinlich schon im Haus.

Drei Fragen, die die Entscheidung abkürzen

Bevor du durch Rezepte scrollst, beantworte kurz drei Fragen. Das grenzt die Auswahl schneller ein als jede Suche.

  • Was muss weg? Ein halber Brokkoli, Reis vom Vortag, ein Rest Sahne. Fang damit an.
  • Wie viel Energie hast du? Zehn Minuten Schnippeln oder nur Topf auf, Nudeln rein?
  • Wer isst mit? Für zwei kocht man anders als für fünf, und Kinder haben eigene Meinungen.

Pasta

  1. Pasta mit Tomaten-Sahne-Soße. Passierte Tomaten mit Knoblauch köcheln, einen Schuss Sahne dazu, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig, bevor die Nudeln gar sind.
  2. Spaghetti aglio e olio. Knoblauch und Chili in reichlich Olivenöl sanft anbraten, mit Nudeln und etwas Kochwasser schwenken. Petersilie drüber, wenn da.
  3. Nudeln mit Brokkoli und Feta. Brokkoli die letzten Minuten mit den Nudeln kochen, abgießen, mit Olivenöl, Zitrone und zerbröseltem Feta mischen.
  4. Pasta mit Pesto und Erbsen. Tiefkühlerbsen mit den Nudeln kochen, Pesto aus dem Glas unterheben. Geht in einem Topf.
  5. Zucchini-Zitronen-Pasta. Geraspelte Zucchini in Butter anbraten, Zitronenabrieb und Parmesan dazu, mit den Nudeln mischen.

Pfanne und Wok

  1. Gebratener Reis. Reis vom Vortag mit Gemüse, Ei und Sojasauce in der heißen Pfanne braten. Reste-Klassiker.
  2. Gemüse-Curry mit Kokosmilch. Gemüse und Currypaste anbraten, Kokosmilch dazu, zehn Minuten köcheln. Dazu Reis oder Brot.
  3. Shakshuka. Paprika, Zwiebeln und Tomaten aus der Dose mit Kreuzkümmel einkochen, Eier hineinsetzen, mit Deckel stocken lassen. Brot zum Tunken.
  4. Bratkartoffeln mit Spiegelei. Gekochte Kartoffeln in Scheiben knusprig braten, Zwiebeln dazu, Spiegelei obendrauf. Ein Salat daneben, wenn ihr mögt.
  5. Gnocchi aus der Pfanne. Gnocchi aus dem Kühlregal direkt in Butter oder Öl goldbraun braten, Kirschtomaten und Spinat dazu.
  6. Rührei mit Gemüse und Brot. Was an Gemüse da ist, kurz anbraten, Eier drüber, langsam stocken lassen. Unterschätzt, aber schnell und satt.

Ofen und Blech

  1. Ofengemüse mit Feta. Süßkartoffeln, Paprika und Zwiebeln mit Öl aufs Blech, Feta in die Mitte, rösten. Zehn Minuten Arbeit, der Ofen macht den Rest.
  2. Blechkartoffeln mit Kräuterquark. Kartoffeln halbieren, mit Öl und Salz rösten. Quark mit Kräutern, Salz und etwas Zitrone verrühren.
  3. Flammkuchen. Fertigteig mit Schmand bestreichen, Zwiebeln und nach Wunsch Speck oder Lauch darauf, kurz und heiß backen.
  4. Überbackene Tortillas. Tortillas mit Bohnen, Mais, Tomatenstückchen und Käse füllen, in eine Form legen und überbacken.
  5. Hähnchen-Gemüse-Blech. Hähnchenstücke und Gemüse mit Öl, Paprikapulver und Salz auf ein Blech, rösten, bis das Fleisch durchgegart ist.
  6. Ofenlachs mit Brokkoli. Lachsfilets und Brokkoliröschen auf ein Blech, mit Zitrone und Öl beträufeln, kurz im heißen Ofen garen.

Suppen und Eintöpfe

  1. Rote Linsensuppe. Zwiebel, rote Linsen, Möhre und Brühe, 20 Minuten kochen, pürieren. Mit Zitrone und Joghurt servieren.
  2. Tomatensuppe aus der Dose. Zwiebel anschwitzen, Tomaten aus der Dose und Brühe dazu, pürieren. Dazu ein Käsetoast.
  3. Kartoffel-Lauch-Suppe. Kartoffeln und Lauch in Brühe weich kochen, pürieren, mit etwas Sahne oder Milch verfeinern.
  4. Schneller Chili sin Carne. Bohnen, Mais und Tomaten mit Zwiebel, Paprikapulver und Kreuzkümmel köcheln. Mit Reis oder Brot. Schmeckt aufgewärmt fast noch besser.

Brot, Ei und Kleinigkeiten

  1. Arme Ritter, herzhaft. Brotscheiben in Ei und Milch tauchen, braten, mit Käse und Kräutern servieren. Gut für altes Brot.
  2. Frittata. Gemüsereste anbraten, verquirlte Eier drüber, bei kleiner Hitze stocken lassen. Warm oder kalt.
  3. Herzhafte Pfannkuchen. Einfacher Pfannkuchenteig, gefüllt mit Spinat und Käse oder Schinken. Kinder mögen sie oft auch.
  4. Abendbrot mit Ofenkartoffel. Große Kartoffeln im Ofen garen, dazu Quark, Gurke, Radieschen und was im Kühlschrank ist. Kein Kochen, trotzdem warm.

Bowls und Salate

  1. Reisbowl. Reis, gebratenes Gemüse, ein Spiegelei oder Tofu, Sojasauce und Sesam. Jeder stellt sich seine Schale selbst zusammen.
  2. Couscous-Salat. Couscous mit heißer Brühe übergießen, quellen lassen, mit Gurke, Tomate, Kräutern, Zitrone und Öl mischen. Kaum Kochen nötig.
  3. Linsensalat mit Feta. Gekochte Linsen aus dem Glas oder vorgekocht mit roter Zwiebel, Paprika, Feta und einer Senf-Vinaigrette.
  4. Wraps zum Selberfüllen. Tortillas, Salat, Gemüse, Hummus oder Kräuterquark, nach Wunsch Hähnchen oder Falafel. Alle bauen selbst.
  5. Brotsalat. Altes Brot rösten, mit Tomaten, Gurke, Zwiebel, Olivenöl und Essig mischen, kurz ziehen lassen.

Diese Vorräte machen spontane Abende leichter

Viele der Gerichte oben klappen mit einem kleinen Grundvorrat. Wenn diese Dinge da sind, ist die Frage „Was koche ich heute?“ schnell beantwortet:

  • Nudeln, Reis, Couscous
  • Passierte und gehackte Tomaten aus der Dose
  • Rote Linsen, Bohnen und Kichererbsen in Dose oder Glas
  • Kokosmilch, Currypaste, Brühe
  • Eier, Butter, ein haltbarer Käse
  • Zwiebeln, Knoblauch, Kartoffeln
  • Tiefkühlerbsen, Tiefkühlspinat, Tiefkühlgemüse
  • Tortillas oder Brot im Gefrierfach

Füllt den Vorrat auf, sobald etwas zur Neige geht, und nicht erst, wenn es ganz leer ist. Wer etwas aufbraucht, schreibt es gleich auf die gemeinsame Liste.

Damit die Frage gar nicht erst aufkommt

Eine Liste mit Ideen hilft im Moment. Noch entspannter wird es, wenn die Frage schon vorher beantwortet ist. Drei kleine Gewohnheiten helfen:

  • Eine Lieblingsliste führen. Schreibt die zehn Gerichte auf, die bei euch immer gehen. Auf die greift ihr zurück, wenn die Woche voll ist.
  • Zwei oder drei Abende vorplanen. Nicht die ganze Woche, nur die stressigen Tage. Wie das ohne viel Aufwand klappt, steht im Artikel Wochenplan fürs Abendessen.
  • Einmal doppelt kochen. Suppe, Curry und Chili lassen sich gut in größerer Menge kochen. Der zweite Teil ist das Abendessen für einen müden Tag. Mehr dazu im Artikel Meal Prep für Familien.

Und wenn gar nichts mehr geht: Brot, Käse, Gemüse zum Knabbern und ein Ei sind auch ein Abendessen. Nicht jeder Abend muss ein Gericht sein. Reste von gestern zählen auch, Ideen dafür gibt es unter Reste verwerten.

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